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1896 – Die Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat

EDIT am 30.6.2015: Ich hatte den Film ursprünglich 1897 zugeordnet, wurde aber aufgeklärt, dass er schon 1896 erschien. Siehe Kommentare.

Ich schaue mich einmal durch die Filmgeschichte. Die Liste der Filme, die da kommen werden, könnt ihr übrigens hier bewundern. Meine selbstgestellte Bedingung war, dass ich den Film des jeweiligen noch nicht gesehen habe. Was mich vor allem in den 1990ern vor einige Probleme stellte. Ansonsten habe ich mir Mühe gegeben, einen schönen Genremix zu erzeugen und echte Klassiker mit schönem Trash zu durchsetzen.

Zum letzten Teil dieser Reihe hatte xtc123 übrigens eine feine Ergänzung. Eine Podcastfolge des Explikators, in der die Urheberrechtsverwirrungen der frühen Tage des Films thematisiert werden und welche Rolle Edison dabei spielte.

Aber jetzt kommen wir endlich zum Jahr 1897 1896 und dem zweiten Meilenstein der Lumières: Arrivée d’un train à La Ciotat. An diesem Film ist zweierlei bermekenswert:

Zum einen die Anekdote, dass die Menschen vor der Leinwand flüchteten, da sie dachten, ein Zug würde wirklich auf sie zufahren. So schön das klingt, so ist es dennoch bloß eine urbane Legende. Dieser Mythos beruht auf der Fehlannahme, dass der Film 1895 aus dem Nichts entstanden sei. Aber das stimmt ja nicht. Lediglich die Kamera war technisch vollendet. Die bewegten Bilder waren für das damalige Publikum ein alter Hut. Wenn ihr mehr wissen wollt, googelt mal “Laterna Magica” oder besucht noch besser das Deutsche Filmmuseum hier in Frankfurt.

Das andere Bemerkenswerte an dem Film ist, dass er ein schönes Zeitzeugnis für die Stilmittel der frühen Filme war: Die Kamera war ja noch komplett statisch. Dieses Defizit wurde dadurch ausgeglichen, dass die Dynamik ins Bild gelegt wurde. Wir hatten das mal ganz kurz in Nosferatu angerissen. Aber von allen ganz alten Filmen, die ich bislang gesehen habe macht dies wohl Panzerkreuzer Potemkin am besten, wo ständig irgend etwas von links nach rechts oder von vorne nach hinten durchs Bild saust.

Im Gegensatz zu Letterboxd sagt YouTube übrigens, dass der Film aus 1895 stammt:

Allerdings ist zumindest die Musik wohl nicht ganz authentisch …

SF31 – Der Pate (Daniels Lieblingsfilme)

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Überbezahlter Superstar
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avatar Daniel
Verkannter Regisseur

An offer he can’t refuse

In einem zweienhalbstündigen Zoom-Out streicheln wir Katzen wie echte Mobster, legen Pferdeköpfe und schusssichere Westen in Lego-Movies, protestieren gegen die Verunglimpfung von Frank Sinatra, finden den Garten Eden auf Sizilien und behaupten den Film gesehen zu haben, obwohl das wahrscheinlich gar nicht der Fall ist. Mit anderen Worten: Wir haben den Paten besprochen. Es war nicht persönlich, just Business.

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