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1933 – The Invisible Man

Nach einer langen Pause, hier mal wieder eine Etappe in meiner Reise durch die Filmgeschichte …

Der zweite Streich von James Whale nach Frankenstein in dieser Reihe. Allerdings fehlt diesem Film – wenngleich er absolut solide ist und sich auch heute noch gut gucken lässt – die Brillanz von Frankenstein. Zugleich muss ich aber die Special Effects in den höchsten Tönen loben. Denn was hier an Stop Motion und Seilzügen aufgewartet wird, um die Illusion des unsichtbaren Mannes zu erzeugen, das ist schon für sich sehr sehenswert. Doch ganz fantastisch wird es in all jenen Szenen, in denen der Unsichtbare Kleidung trägt, somit teilweise sichtbar ist. Hierfür wurde erstmals ein Vorläufer des Bluescreens verwendet. Schauspieler Claude Rains trug einen Anzug aus schwarzem Sand unter den Klamotten, sodass seine unbedeckten Körperteile dann in einem Maskenverfahren überblendet werden konnten.

Der Film hat einige Schwächen wie Overacting, Brüche mit Show, don’t tell und kleinere Plottlöcher, aber nichts, was ihn unerträglich machen würde. Spannend ist, dass sich in Form der Radiosequenz auch hier wieder eine Montage findet, mit der viel Erzählzeit mit einer raschen Abfolge von kurzen Szenen dargestellt wird, wie wir das auch schon in Scarface sahen. Außerdem ist die Darstellung der aufkommenden Paranoia meines Erachtens klar an Fritz Langs M – Eine Stadt sucht einen Mörder angelehnt. Auch in den 30ern blickte Hollywood also noch nach Deutschland. Doch damit sollte nun Schluss sein, denn 1933 kamen ja bekanntlich die Nazis an die Macht und die machten den deutschen Film kurz darauf kaputt.

SF55 – Jules et Jim (Followbruary #5)

avatar Daniel
Da weint er wieder einsam ins Mikro

Ein Spätfilm-Telegram zum Followbruary auf Letterboxd

Daniel spricht wieder allein und zwar über den Nouvelle-Vague-Klassiker von François Truffaut. Er ist überwältigt von der Kamera und verwirrt vom Voice-Over und schließt, dass er den Film unbedingt noch einmal sehen muss. Dies ist ein Lieblingsfilm von Patrick Lohmeier vom Bahnhofskino. Die Followbruary-Liste findet ihr hier.

Die Eckdaten von Jules et Jim

Erscheinungsjahr: 1962
Regie: François Truffaut
– Filmographie:
1959 Sie küßten und sie schlugen ihn
1962 Jules und Jim
1966 Fahrenheit 451
1970 Der Wolfsjunge
1980 Die letzte Metro
1983 Auf Liebe und Tod
Budget: umgerechnet ca. $280,000
Einspielergebnis: 1,5 Mio Zuschauer in Frankreich (Ab 18 Film)
Besetzung: Oskar Werner (Jules), Henri Serre (Jim),  Jeanne Moreau (Catherine)
Genre: Liebesfilm, Drama, Nouvelle Vague

Fazit

Die Mutter aller Dreiecksbeziehungen faszinierte mich wahnsinnig aufgrund der großartigen Kameraarbeit. Er ist rasant inszeniert, die Kamera ist Punk bevor Punk erfunden wurde. Ich werde den Film auf alle Fälle noch einmal gucken müssen, um ihn wirklich zu begreifen.

Hörenswert & Lesenswert

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