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SF103 – Die Geschichte des Spätfilms in fünf Sätzen (Kalender-Tür 14 feat. Mathias)

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Mathias, Paula und Daniel sprechen hinter dem 14. Kalendertürchen über die besten und die schlechtesten Filme des Jahres und wie das mit dem Podcasten anfing

Diese Folge des Spätfilms wird Ihnen präsentiert vom illegalen russischen Streamingdienst Ihres Vertrauens. Paul ist voll cool, während Improvisation Teil des Jobs und unsere Berliner Posse bei uns ist. Wir sprechen (schon wieder) über die düstere Seite des Elternseins, ein Fisch mit Gedächtnisschwäche, Gangster, die Katzen streicheln und schrecklich-hipsteriger Spaß an schlechten Filmen. Paula hätte sich fast auch eine Frage ausgedacht, wiederholt dann aber lieber die Moneyshots aus dem ersten Teil, den Mathias extrem charmant in Erinnerung hat und jetzt auf Netfliztki schaut. Wir bitten euch, die Airquotes zu sehen, während wir ganz viel Nerdrage auf uns laden und lustigerweise Magen-Darm-Krank waren. Dis kann ich aber auch!

1908 – Rescued from an Eagle’s Nest

Porters dritter und letzter Streich in meiner Reise. Doch anders als bei Méliès ist es kein bitterer Abschied, denn auch mit diesem Werk konnte mich Edwin S. Porter wieder fesseln.

Diesmal drehte Edwin S. Porter zusammen mit J. Searle Dawley. Der Film ist das Debut von Henry B. Walthall, einem der frühen Stars des Filmgewerbes. Er sollte später die Hauptrolle in The Birth of a Nation spielen, wir werden dazu noch kommen.

In Rescued from an Eagle’s Nest kombinieren die Regisseure wieder schön Kulissen mit Originalschauplätzen und Tricktechnik. Wobei die Kindesentführung vom wohl langsamsten und ausgestopftesten Adler der Filmgeschichte durchgeführt wird. Im Gegensatz zu Ben Hur ist dieser Film aber wieder sehr geradlinig und verständlich erzählt. Ich wusste zu jeder Zeit, wer was, wann und warum macht.

Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass wir im Zuge der Rettung, als einer der Holzfäller abgeseilt wird, den ersten Shot-Reverse-Shot zu sehen bekommen, der mir in dieser Reihe bislang untergekommen ist. Zunächst guckt die Kamera den Abseilern über die Schulter. Dann sehen wir die gleiche Szene vom Fuß der Steilwand. Nice!

Dass die Wand plötzlich viel steiler wird, wenn von der Außenaufnahme ins Studio gewechselt wird und dass der Showdown auch aus Birdemic hätte stammen können, tut dem Vergnügen keinen Steinbruch … äh … Abbruch.