SF85 – Prometheus (Horrorctober)

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... von Picasso variiert

Horrorctober 2016 – Filme mit einer Verbindung zu Alien – Folge 11

Ein Ridley Scott macht noch keinen Alien-Klassiker! Oder? Mir gefiel Prometheus erstaunlich gut. Warum, das erzähle ich in dieser Kurzfolge: Ich spreche über Erwartungshaltungen, Picassos Las-Meninas-Variationen, schwärme für Idris Elba und Michael Fassbender und lege die anscheinend große Kunst des Weglaufens dar. Was ist eigentlich, wenn du deinem Schöpfer begegnest und er ist gar nicht so geil?

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2 Gedanken zu „SF85 – Prometheus (Horrorctober)

  1. Kamil

    Ich muss leider sagen, mich hat ‘Prometheus’ stark verärgert. Und zwar nicht weil es letztlich bloß wie ein Abklatsch von ‘Alien’ wirkte, nicht weil die Charaktere hier in ihrem dämlichen Verhalten sogar ein totes Opossum übertrumpfen und auch nicht, weil am Ende in typischer Lost-Lindelof Manier mehr Fragen offen bleiben, als sie beantwortet wurden, sondern vor allem weil hier ein großer Zauber des Alien-Universums komplett entmystifiziert wurde! (Ich nenne es mal das ‘Midi-Chlorianer’ Problem).

    Der Space Jockey aus ‘Alien’ war für mich das vielleicht Gänsehaut erregendste aus dem gesamten Film. In seinem Setdesign so gruselig und in seiner Bedeutung zwar an den Rand der Geschichte gedrängt, aber allein durch seine beeindruckende Präsenz so gewaltig. Obwohl der Schauplatz in Alien relativ beschränkt ist, fühlt sich das All da draußen gerade durch ihn so unfassbar groß an – ohne dass groß darüber gesprochen werden muss, sieht man dass hier noch andere Mächte am Werk sind, wie und in welcher Form, ist nebensächlich – ein Schleier der Mystik liegt über dem Universum…

    … bis die Autoren von Prometheus diesen gekonnt mit dem Seziermesser zerrissen haben. Sagen wir es so: der Film hat mir Antworten auf Fragen geliefert, die ich mir nie gestellt habe.

    Lediglich auf handwerklicher Ebene habe ich Prometheus durchaus genießen können. Die Sets sehen fantastisch aus und lassen den alten Zauber von Alien zumindest im Ansatz wieder aufkommen.

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    1. Daniel

      Hallo Kamil, hinter deiner Abneigung steckt ja die allgemeine Frage, ob Prequels sinnvoll sind. Ich persönlich mag es einfach, mehr von einer Welt zu sehen, die mir gefällt. Ich gehöre zu den Leuten, die sich sogar durchs Silmarillion gequält haben, weil ich z. B. wissen wollte, was für ein Wesen Gandalf ist (BTW: er ist ein Maya, genau wie Sauron oder der Balrog 😉 ).

      Entsprechend macht für mich Prometheus auch nichts kaputt. Ich kann aber gut nachvollziehen, wenn man nicht alles erklärt haben möchte. Und dass keine Erklärung eine schlechten, wie bei den Star-Wars-Prequels vorzuziehen ist, sehe ich auch so.

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