Mit Max erkunde ich weiter die Filmographie von Richard Fleischer
Max war da. Wir sprachen über einen Film von Richard Fleischer. War eher so mittel. Oder darunter. Red Sonja war nicht nur der letzte Teil der Conan-Reihe (mehr oder weniger, es ist kompliziert), sondern auch ein Film, in den Arnie mehr oder weniger reingetrickst wurde und den er noch heute hasst. Es wird viel geritten, es gibt Haustier-Spinnen, seeeeehr viele Kerzen,Skelettbrücken und eine geile Gedren!
Wie kam es, dass 13 Frauen einem Serienmörder bereitwillig die Türe öffneten und was hatte das mit dissoziativer Persönlichkeitsstörung zu tun?
Max von der Wiederaufführung war da, um mir zu zeigen, wer Richard Fleischer ist. Mit ‚The Boston Strangler‘ oder auch ‚Der Frauenmörder von Boston‘ sahen wir einen erstaunlich modernen, gar postmodernen Film, der ausgiebig Gebrauch von Splitscreens macht und die vierte Wand durchbricht. Schon 1968 macht er dabei ein Statement, das #MeToo vorwegnimmt. Zugleich setzt er den Trope vom Serienmörder mit „der gespaltenen Persönlichkeit“, was uns zu heftigen Diskussionen über die moralische Verantwortung von Filmen mit Blick auf vulnerable Gruppen führte. Telepathie als wissenschaftlichen Fakt zu bezeichnen, ging auch nur in den 60ern, oder?