SF233 – Odysseus ist ein hinterlistiger Wi***er (mit Christoph)

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Christoph
schaut keinen alten Scheiß
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Daniel
will Roland Emmerich das Budget kürzen
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Kamil
spielt Klavier


Open-Mic mit Christoph vom Sneakpod

Mit Christoph hatte ich mal wieder Besuch vom Sneakpod. Wir tanzten wie Geflügel, stellten klar, dass jede*r sein oder ihr Geschlecht wählen kann, verbrachten ganz unprüde 15 Jahre mit einem Vivaldi-Porno, fanden Star Trek romantisch und stritten leidenschaftlich ober Odysseus und Achilles.

 

 

7 Gedanken zu „SF233 – Odysseus ist ein hinterlistiger Wi***er (mit Christoph)

  1. Erkenntnis

    Zwar ist soweit ich weiß ist zwar die Weihnachtsgeschichte nicht antisemitisch, allerdings ist Oliver Twist in dieser Hinsicht problematisch. Da kommt der Protagonist nämlich bei einen geldgierigen jüdischen Geschäftsmann unter der Straßenkinder anleitet für ihn zu stehlen. Ich meine sogar, dass er in Laufe der Geschichte sogar ein Giftmord plant, bin mir aber nicht sicher. Der Charakter wird jedenfalls unabhängig davon, dass er die Kinder bei sich aufnimmt, sehr negativ und Stereotyp gezeichnet und hat soweit ich weiß auch nicht immer das beste im Sinn mit den die er bei sich aufnimmt. Es kommen auch weitere Juden vor, aber ich kann mir da keiner positiven Figur Entsinnen. Auch wird der Charakter immer wieder durch sein Judentum charakterisiert. Falls es jemanden interessiert eine Kurzfassung dazu: https://www.youtube.com/watch?v=uI5YaOy7_Us

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  2. Erkenntnis

    Ich tat mir wegen der Stigmatisierung sehr schwer bei der Lektüre von Oliver Twist. Mir stieß dieses Element immer übel auf. Ich musste mich regelrecht dadurch kämpfen. Weil ich diesen Antisemitismus verurteile und ich finde, dass Twain weniger mit den Zeigefinger reinhaut, sowie dass es bei Twain nicht, um die Läuterung einer Figur, sondern z.B. bei der Sklaverei, um deren Abschaffung geht, muss ich mich, in diesen sehr langen deutschen Satz, den er vermutlich verabscheut hätte (ich ma ja diese Eigenart der deutschen Sprache), ganz klar auf seine Seite stellen. Ich hoffe der Satz ist von der anderen Seite des Pazifik zurück gekehrt

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  3. Erkenntnis

    Laut Wikipedia hat sich Oliver Twist zu den Vorwürfen geäußert und seine Fassung sogar umgeschrieben:
    Die antisemitischen Stereotypen, mit denen Dickens die Figur des Fagin zeichnet, sind bis heute Gegenstand der Diskussion. Die Romanfigur Fagin bedient dabei beinahe alle gängigen antisemitischen Vorurteile. Der Verbrecher wird dabei an mehr als 250 Textstellen nicht mit dem Namen benannt, sondern nur als der Jude bezeichnet. Auch alle anderen Juden, welche in dem Roman Oliver Twist vorkommen, werden als extrem bösartig und hässlich beschrieben. Sie wurden in späteren Auflagen des Buchs von Dickens selbst etwas abgemildert, bei den zahlreichen Bearbeitungen, die der Stoff erlebt (hatte), sind sie häufig gänzlich eliminiert.[2]

    Dickens äußerte sich selbst in späteren Jahren mehrmals zum Vorwurf des Antisemitismus. Er selbst verfügte über umfassende Kenntnisse des Londoner Straßenlebens und der Ausbeutung von Kindern und versuchte in einem Brief an eine jüdische Frau, die gegen die stereotype Behandlung von Fagin protestiert hatte, das Problem auf ein Problem historischer Wahrhaftigkeit zu reduzieren. Er schrieb: „Leider stimmte es zu der Zeit, auf die sich die Geschichte bezieht, dass diese Art von Verbrecher fast immer ein Jude war.“

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  4. Erkenntnis

    Das ist dazu der interessanteste Absatz, gerade weil ich behauptet habe, in OliverTwist gäbe es keine positive jüdische Figur, obwohl einige Auftauchen und kann zumindest positiv in Vergleich zu vorherigen gelesen werden:
    Erst der persönliche Kontakt mit dem jüdischen Ehepaar scheint in Dickens ein Umdenken zu bewirken, und er führt in „Oliver Twist“, der sich gerade im Neudruck befindet, Änderungen durch. Nicht in den ersten 38 Kapiteln, die bereits gedruckt sind, in ihnen bleibt Fagin sehr nachdrücklich – 257 Mal – „der Jude“, aber in den noch ungedruckten 15 tilgt Dickens nahezu jeden Hinweis auf Fagins Judentum, und er wird später in „Our Mutual Friend“ („Unser gemeinsamer Freund“) die Gestalt des fast nachdrücklich sympathischen Juden Mr Riah entwerfen.

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